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Oberbürgermeister Dr. René Pöltl zur Corona Krise

Offener Brief des Oberbürgermeisters (9. Mai 2020) zur 8. Corona-Verordnung, die ab 11. Mai in 2 Stufen weitere Lockerungen bringt

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wie angekündigt möchte ich Sie hiermit über die heute von der Landesregierung beschlossene NEUFASSUNG der CORONA-VERORDNUNG und die damit verbundenen neuen Anpassungen der Schutzmaßnahmen informieren. Wie erwartet und angekündigt werden in den kommenden Wochen zahlreiche weitere Erleichterungen erfolgen.

Vorab zu Ihrer Information die AKTUELLEN INFEKTIONSZAHLEN für Schwetzingen und den Rhein-Neckar-Kreis (Stand 9.5.2020, 15.00 Uhr):
- Schwetzingen: 53 infizierte Personen (kumuliert), 15 Personen in der Quarantäne, 2 aktive positive Fälle (aktuell noch infizierte Personen), 3 verstorbene Personen,
- Rhein-Neckar-Kreis: 903 infizierte Personen (kumuliert), 3 Neuinfektionen in den letzten 24 Stunden (Stand 8.5.2020, 12.30 Uhr), 795 genesene Personen, 33 verstorbene Personen.

Ab KOMMENDEN MONTAG, 11. MAI 2020, gelten folgende Änderungen:
- Im ÖFFENTLICHEN RAUM dürfen Sie auch mit den Personen eines weiteren Haushalts unterwegs sein. So können Sie sich mit einer weiteren Familie oder den Bewohnerinnen und Bewohnern eines weiteren Haushalts im öffentlichen Raum treffen. Diese Regelung (Einschränkung allgemeiner Kontakte) gilt zunächst bis zum 5. Juni 2020.
- In PRIVATEN RÄUMEN sind nun nicht mehr nur direkte Verwandte (Großeltern, Eltern, Kinder, Enkel), sondern zusätzlich auch Geschwister (Seitenlinie) und deren Nachkommen (also Kinder und Enkel) von der Fünf-Personen-Grenze bei Ansammlungen im nichtöffentlichen Raum ausgenommen. Hinzukommen dürfen dann noch Personen aus einem anderen Haushalt. Es können sich also etwa wieder zwei befreundete Familien treffen.
- MUSIKSCHULEN und Jugendkunstschulen können einen eingeschränkten Betrieb aufnehmen.
- FAHRSCHULEN können wieder den Betrieb aufnehmen, ebenso Flugschulen.
- SONNENSTUDIOS dürfen wieder öffnen (Hygienevorschriften werden zeitnah veröffentlicht).
- MASSAGESTUDIOS, KOSMETIKSTUDIOS, NAGESTUDIOS, TATTOO-STUDIOS und PIERCING-STUDIOS dürfen wieder öffnen (Hygienevorschriften werden zeitnah veröffentlicht).
- In FRISEURSALONS sind gesichtsnahe Dienstleistungen wie wie Bartpflege, Wimpern färben und Augenbrauen zupfen wieder erlaubt. Auch Kosmetikstudios dürfen diese Arbeiten durchführen.
- VERGNÜGUNGSSTÄTTEN wie Spielbanken, Spielhallen sowie Wettvermittlungsstellen dürfen unter Hygieneauflagen wieder öffnen. Sie dürfen aber keine gastronomischen Angebote anbieten.
- FREILUFT-SPORTANLAGEN für Sportaktivitäten ohne Körperkontakt dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Bolzplätze fallen nicht darunter, sie bleiben bis auf Weiteres geschlossen.
- FREILUFT-SPORT mit TIEREN kann unter Auflagen wieder stattfinden, etwa Reitanlagen und Hundeschulen.
- SPORTBOOTHÄFEN dürfen unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln wieder den Betrieb aufnehmen.
- LUFTSPORT ist wieder möglich; dazu zählt auch der Modellflug.
- Die ALLTAGSMASKEN sind nicht nur in Läden und im Nahverkehr, sondern auch im Personenfernverkehr (Züge der DB AG) zu tragen sowie in Flughafengebäuden.

Ab MONTAG, 18. MAI 2020, geltende folgende weitere Änderungen:

- SPEISEGASTSTÄTTEN dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Bis dahin ist wie bisher nur der Außer-Haus-Verkauf möglich.
- FREIZEITEINRICHTUNGEN im Freiluftbereich, etwa Ausflugsziele, für die Eintrittsgeld zu entrichten ist, dürfen unter Auflagen öffnen. Das gilt nicht für Freizeitparks.
- CAMPINGPLÄTZE dürfen wieder öffnen für Übernachtungen in Wohnwagen, Wohnmobilen oder festen Mietunterkünften. Dabei muss eine Selbstversorgung ohne die Benutzung von Gemeinschaftseinrichtungen erfolgen.
- Die Beherbergung in FERIENWOHNUNGEN und vergleichbaren Wohnungen wird wieder zugelassen. Dabei muss eine Selbstversorgung ohne Nutzung von Gemeinschaftseinrichtungen erfolgen.
- Voraussichtlich wird es zudem eine LOCKERUNG der BESUCHTSVERBOTE in Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen geben. Die konkreten Regelungen werden durch das Sozialministerium bekanntgegeben.
NACH PFINGSTEN sollen weitere Lockerungen folgen, etwa für FITNESSTUDIOS, TANZSCHULEN und KLETTERHALLEN sowie INDOORSPORTHALLEN. Aktuell gilt für diese Bereiche die Anordnung der Schließung bis zum 24.5.2020.
Genauere INFORMATIONEN zur aktuellen Fassung der Corona-Verordnung des Landes und die Veränderungen ab 11. und 18. Mai 2020 und voraussichtlich nach Pfingsten finden Sie bei Interesse hier:

https://stm.baden-wuerttemberg.de/…/kabinett-beschliesst-w…/
https://www.baden-wuerttemberg.de/…/aktuelle-corona-verord…/

Mit der neuen Fassung der Corona-Verordnung sind zahlreiche Änderungen und Erleichterungen der bisherigen Maßnahmen zum Schutz vor einer zu schnellen Verbreitung des SARS-CoV-2-Virus verbunden. Nach wie vor gilt, dass allein WIR es in der Hand haben, ob das funktioniert. Deswegen bitte ich Sie, weiterhin AUFMERKSAM und ACHTSAM zu sein und die wieder gewonnenen Freiheiten nur so auszunutzen, dass die notwendigen Kontakt- und Hygieneanforderungen eingehalten werden. Nur so werden wir es hinbekommen, dass die wieder gewonnene VERÄNDERTE NORMLITÄT unseres Lebens funktioniert. Der Blick nach Großbritannien (um ein aktuelles Beispiel zu nennen) mit Stand heute (Johns Hopkins University) 212.629 bekannt Infizierten und 31.316 am Corona-Virus Verstorbenen zeigt, wie schnell es anders sein kann. Haben Sie vielen Dank, dass die allermeisten von Ihnen so vorbildlich unterwegs sind.
Wir werden in den kommenden Wochen gemeinsam mit den Schwetzinger Betrieben, Geschäften, Restaurants etc. die Wiederöffnungen organisieren und umsetzen. Bleiben Sie unseren Gewerbebetrieben TREU und besuchen Sie sie auch unter den besonderen Bedingungen der Corona-Pandemie, sie sind auf Ihre UNTERSTÜTZUNG angewiesen.
Bleiben Sie weiterhin gesund und munter und passen Sie auf sich, Ihre Mitbürger/innen und Ihr Lieben auf.
Herzliche Grüße

Ihr René Pöltl

Offener Brief des Oberbürgermeisters, hier zu weiteren Öffnungen bei Kirche, Einzelhandel, Spielplätzen u.a. (3. Mai 2020)

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

während der Corona-Krise dreht sich das Rad täglich weiter und neu. So auch wieder an diesem Wochenende. Gestern Abend zu später Stunde hat das Land Baden-Württemberg die 7. Änderung der Corona-Verordnung beschlossen, die ab heute (3.5.2020), ab morgigen Montag (4.5.2020) bzw. ab Mittwoch (6.5.2020) gelten wird. Dies möchte ich wieder zum Anlass nehmen, Sie über die ÄNDERUNGEN zu informieren.

Aktuelle ZAHLEN für Schwetzingen und den Rhein-Neckar-Kreis (Stand 4.5.2020, 14.30 Uhr):
- Schwetzingen: 52 infizierte Personen (kumuliert), 14 Personen in Quarantäne, 1 aktiver positiver Fall, 3 verstorbene Personen,
- Rhein-Neckar-Kreis: 902 infizierte Personen (kumuliert), keine Neuinfektionen (4.5.2020, 12.30 Uhr), 771 genesene Personen, 31 verstorbene Personen.

Ab SONNTAG, 3.5.2020, gilt folgende Änderung:
- Veranstaltungen und sonstige Ansammlungen von Kirchen sowie Religions- und Glaubensgemeinschaften zur Religionsausübung sind wieder zulässig. Damit dürfen in Schwetzingen wieder GOTTESDIENSTE und weitere Veranstaltungen aller Religionsgemeinschaften durchgeführt werden.
Ab MONTAG, 4.5.2020, gelten folgende Änderungen:
- Geschäfte des Einzelhandels unterliegen bei der Öffnung keiner Größenbegrenzung mehr. Die 800 m²-Regel entfällt. In Schwetzingen werden damit Möbel Höffner und das Modehaus Posmyk ohne Flächenbegrenzung öffnen können (für beide galt bisher die 800 m²-Regel). Damit werden dann in Schwetzingen alle Geschäfte des Einzelhandels wieder vollständig geöffnet haben,
- Friseure dürfen wieder öffnen,
- stationäre und mobile kosmetische Fußpflegebetriebe dürfen wieder in Betrieb gehen,
- Nachhilfeschulen dürfen für Prüfungsvorbereitungen an Schulen wieder in ihren Räumen unterrichten.
Ab MITTWOCH, 6.5.2020 gelten folgende Änderungen:
- Museen, Freilichtmuseen, Ausstellungshäuser und Gedenkstätten können wieder öffnen,
- Zoos, Tierparks und Botanische Gärten dürfen wieder öffnen,
- öffentliche Spielplätze dürfen wieder öffnen. Bolzplätze müssen geschlossen bleiben.
Für alle wieder geöffneten Betriebe und Einrichtungen gilt, dass beim Betrieb alle Maßgaben für die HYGIENE und den ABSTAND eingehalten werden müssen.
GESCHLOSSEN bleiben müssen weiterhin:
- Gaststätten, Cafés, Eisdielen, Bars, Shisha-Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen und ähnliche Einrichtungen. Der Außer-Haus-Verkauf von Gaststätten, Cafés und Eisdielen bleibt gestattet,
- Theater, Opernhäuser, Konzerthäuser und ähnliche Einrichtungen,
- Messen, Kinos (ausgenommen Autokinos, die weiterhin geöffnet bleiben dürfen), Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen,
- Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen
- der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten
- Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbäder,
- Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen,
- Kosmetik- und Nagelstudios.

Weiterhin gelten auch folgende MASSGABEN und EINSCHRÄNKUNGEN:

- Das Abstandsgebot und die Kontaktbeschränkungen bleiben aufrechterhalten, einschließlich des Verzichts auf private Reisen und Verwandtenbesuche.
- Ebenfalls weiterhin untersagt sind Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich, sofern keine Ausnahmen zugelassen sind. Ausnahmen gelten unter anderem für Bildungseinrichtungen in Bezug auf die berufliche Bildung und den Bereich des Spitzensports.
- Besuchsverbote in Krankenhäusern und stationären Pflegeeinrichtungen bleiben bestehen mit den bisher schon möglichen Ausnahmen.

Weitergehende INFORMATIONEN finden Sie bei Interesse hier:
https://www.baden-wuerttemberg.de/…/aktuelle-corona-verord…/

Die Änderungen zum 3.5.2020, 4.5.2020 und 6.5.2020 bringen uns allen zum Glück ein weiteres Stück dringend notwendiger ANGEPASSTER NORMALITÄT in unseren Alltag. Immer noch gilt aber, dass wir alle dazu beitragen müssen, dass das funktioniert und wir die bisher erreichten Erfolge bei der Unterbrechung der Infektionsketten nicht ernsthaft gefährden. Seien Sie deshalb weiterhin vorsichtig und halten Sie die HYGIENE- und VERHALTENSREGELN ein.
Das GESUNDHEITSAMT des Rhein-Neckar-Kreises führt wie in den letzten Wochen und Monaten nach wie vor viele Corona-Tests durch und verfolgt die Infektionsketten nach. Aktuell sind deswegen in Schwetzingen 14 Personen in Quarantäne. Dieser Aufwand trägt maßgeblich dazu bei, dass wir im Rhein-Neckar-Kreis täglich nur noch wenige bekannte Neuinfektionen haben. Unser ORDNUNGSAMT und die POLIZEI stellen mit den Gewerbebetrieben sicher, dass die Hygiene- und Vorsichtsmaßregeln umgesetzt und eingehalten werden.
Passen Sie wie immer auf sich, Ihre Mitbürger/innen und Ihre Lieben auf. Bleiben Sie vor allem gesund und munter.
Es grüßt Sie herzlich

Ihr René Pöltl

Offener Brief von Oberbürgermeister Dr. Pöltl zur Einführung der Maskenpflicht und zur aktuellen Situation (24. April 2020)

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

gerne möchte ich mich einmal mehr auf diesem Weg an Sie alle wenden.

Die aktuelle globale Corona-Pandemie führt zu laufenden ANPASSUNGEN der von den Ländern vorgesehenen Schutzmaßnahmen. Das ist gut und wichtig, weil zwar einerseits der Schutz vor einer zu schnellen Verbreitung des SARS-CoV-2-Virus und der dadurch ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 überaus wichtig ist (Gesundheit und Leben jedes Einzelnen sind - auch verfassungsrechtlich - die höchsten Schutzgüter unserer Gesellschaft), andererseits daneben aber auch viele weitere Rechte wie die Freiheit eines jeden einzelnen von uns, die Religionsfreiheit, der Anspruch auf Bildung, das Versammlungsrecht sowie das Recht auf Arbeit und freie wirtschaftlichen Betätigung von grundlegender Bedeutung sind. Deswegen ist es unabdingbar, dass die Verantwortlichen bei Bund und Ländern stetig prüfen, ob bestimmte Schutzmaßnahmen bei spürbaren Verbesserungen der Infektionszahlen verändert oder sogar gelockert werden können.
In einem ersten Schritt durften vor wenigen Tagen die GESCHÄFTE des Einzelhandels wieder unter Einschränkungen öffnen. Es freut mich sehr, dass dies gelungen ist und wir in Schwetzingen wieder eine erweiterte Möglichkeit des Einkaufs haben. Viele von Ihnen haben dies genutzt und damit unsere Geschäftsleute unterstützt, was dringend notwendig ist. Dabei haben die meisten auch darauf geachtet, dass die notwendigen Abstands- und Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Vielen Dank an Sie alle, dass Sie unseren Handel unterstützen und dabei die notwendige Sorgfalt walten lassen!
Inzwischen liegt eine weitere Änderung der vom Land Baden-Württemberg erlassenen Corona-Verordnung vor. Ab kommenden Montag (27. April 2020) gilt für ganz Baden-Württemberg eine Verpflichtung zur Einhaltung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zu anderen Menschen im öffentlichen Raum (wie bisher) und zum Tragen sog. nicht-medizinischer ALLTAGSMASKEN oder vergleichbarer Mund-Nasen-Bedeckungen (neu)
- im öffentlichen Personennahverkehr, an Bahn- und Bussteigen sowie
- in den Verkaufsräumen von Ladengeschäften und allgemein in Einkaufszentren.
Ausgenommen sind nur Kinder unter sechs Jahren und Menschen, die eine Alltagsmaske aus medizinischen oder sonstigen zwingenden Gründen nicht tragen können.
Hierbei handelt es sich um eine gesetzliche VERPFLICHTUNG, die uns alle trifft. Ich weiß, dass aktuell diskutiert wird, ob das Tragen einer Alltagsmaske etwas bringt oder nicht (die Anzahl der Experten nimmt dabei gefühlt täglich zu). Meine ganz persönliche Meinung dazu ist, dass wir alles Zumutbare tun sollten, das zu einer Eindämmung des Corona-Virus beitragen kann und hilft, wieder etwas mehr Alltag in unser Leben zurückzubringen. Mit Schutzmasken kann es in geschlossenen Räumen mit vielen Menschen nur besser sein, auch wenn es dadurch sicher keinen absoluten Schutz gegen Ansteckung geben wird. In Kombination mit dem Abstandsgebot von 1,5 Metern dürfte es eine geeignete Verbesserungs- und Schutzmaßnahme sein. Vor allem geht es dabei um den bestmöglichen Schutz unserer Mitbürger/innen.
Ab dem 27. April 2020 wird es für Kinder eine erweiterte NOTBETREUUNG geben. Diese gilt
- in den Kindergärten,
- an Grundschulen (Kernzeit und Hort),
- für Grundschulförderklassen,
- in den Klassenstufen 5 bis 7 der weiterführenden Schulen,
- für Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege.
Zwingende VORAUSSETZUNG für die Aufnahme in die Notbetreuung ist, dass beide Eltern oder Alleinerziehende durch eine Bescheinigung des Arbeitgebers nachweisen können, dass sie für ihre Arbeit in der Firma zwingend präsent sein müssen. Allerdings wird es nur so viele Plätze geben können, wie aufgrund der Raumsituation und der veränderten Hygieneanforderungen an die Betreuung zur Verfügung stehen. Erste Priorität werden weiterhin Kinder von Eltern haben, die in sog. systemrelevanten Berufen arbeiten (1), dann werden Kinder zum Zuge kommen, bei denen das Kindeswohl eine Betreuung zwingend erfordert (2), dann werden die Kinder von Alleinerziehenden betreut werden (3) und zuletzt die Kinder von zwei Elternteilen, die beide zur Präsenzarbeit verpflichtet sind (4). Es bleibt eine Notbetreuung, so dass die Anforderungen für eine Aufnahme streng sind. Unsere Mitarbeiter/innen des Generationenbüros sind gerne deswegen anprechbar und können Ihnen weitere Informationen geben.
Ab dem 4. Mai 2020 wird es in begrenztem Umfang wieder einen ersten SCHULBETRIEB für die Abschlussklassen der weiterführenden Schulen geben, diesen bereiten die Schwetzinger Schulen mit unserer Unterstützung gerade vor. Als Eltern werden Sie von den Schulen hierzu direkte Informationen erhalten.
Die aktuelle Fassung der Corona-Verordnung des Landes können Sie bei Interesse hier finden:
https://www.baden-wuerttemberg.de/…/corona-verordnung-ab-2…/
Ich wünsche uns allen, dass wir auch die hinzugewonnenen Freiheiten mit Augenmaß und Disziplin nutzen werden, damit wir nicht gezwungen sein werden, wegen eines erneuten zu hohen Anstiegs der Infektionszahlen die Schutzmaßnahmen wieder zu verschärfen. Viel wird davon abhängen, wie ernsthaft wir mit den weiter notwendigen Hygiene- und Schutzmaßnahmen umgehen werden.
Bitte bleiben Sie weiterhin gesund und munter und passen Sie auf sich, Ihre Mitbürger/innen und Ihre Lieben auf.
Herzliche Grüße

Ihr René Pöltl

Offener Brief von Oberbürgermeister Dr. Pöltl zur weiteren Entwicklung, insbesondere der Öffnung der Geschäfte ab 20. April (18.04.2020)

Schwetzingen, 18.4.2020
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wie Sie es mittlerweile gewohnt sind, melde ich mich auf diesem Weg wieder bei Ihnen, wenn sich in Bezug auf die aktuelle Corona-Pandemie etwas Grundlegendes ändert, so auch heute gerne wieder.
Zunächst einmal möchte ich Sie über die sehr erfreulichen Infektionszahlen für Schwetzingen und den Rhein-Neckar-Kreis informieren (Stand: 20.4.2020, 06.00 Uhr):
Schwetzingen: 50 infizierte Personen (kumuliert), davon 3 verstorben, 7 Personen befinden sich aktuell in Quarantäne,
Rhein-Neckar-Kreis: 853 infizierte Personen (kumuliert), davon inzwischen 639 genesen, 23 verstorben.
Ich hatte bereits bei meinem letzten Post darauf hingewiesen, dass die Entwicklung der Neuinfektionen und der Gesundung durch die ergriffenen Maßnahmen sehr positiv ist. Dies hat sich in den letzten Tagen fortgesetzt, so dass die auf der Grundlage des Bund-Länder-Beschlusses vom 15.4.2020 ab Montag geltenden Erleichterungen gut vertretbar erscheinen.
Seit heute Nacht liegt die notwendige Änderung der vom Land Baden-Württemberg erlassenen Corona-Verordnung vor, die den Bund-Länder-Beschluss für Baden-Württemberg umsetzt. Ab kommenden Montag (20.4.2020) geltende danach folgende Änderungen:
- Ladengeschäfte des Einzelhandels mit einer Verkaufsfläche von nicht mehr als 800 m² können wieder öffnen. Anders als etwa in Rheinland-Pfalz kann die bisherige Verkaufsfläche nicht durch Abtrennung oder Stilllegung von Teilflächen verkleinert werden, nachträgliche Änderungen der bisherigen Verkaufsfläche sind nicht möglich (maßgeblich ist der heutige Tag [18.4.2020]),
- unabhängig von der Größe der Verkaufsfläche können Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen wieder öffnen,
- Bibliotheken (auch an Hochschulen) und Archive können wieder öffnen,
- der Außer-Haus-Verkauf von Cafés und Eisdielen ist wieder erlaubt.
Alle Einrichtungen, die ab 20.4.2020 wieder öffnen dürfen, müssen die Einhaltung der Sicherheitsabstände zwischen den Besucher/innen und der Hygieneregeln sicherstellen. Es gibt auch eine Höchstbegrenzung der Personen in Ladengeschäften: Es soll sich im Ladengeschäft nicht mehr als eine Person pro 20 qm aufhalten (einschl. Beschäftigten).
Die sonstigen Einschränkungen und Maßnahmen wie Schließung der Kindergärten, der Kernzeitbetreuungen, der Schulen und der Hochschulen, die Schließung zahlreicher öffentlicher Einrichtungen und das erweiterte Kontaktverbot für den öffentlichen Raum, für Gottesdienste, Vereine etc. und für den Privatbereich sind bis zum 3. Mai 2020 verlängert worden. Die Länder erarbeiten gerade Pläne, wie nach diesem Zeitpunkt eine Wiedereröffnungen der Kindergärten und Schulen sukzessive erfolgen kann, auch die Beibehaltung aller anderen Maßnahmen wird auf diesen Zeitpunkt hin wieder überprüft werden.
Hier können Sie sich bei Interesse weitergehend informieren:
https://wm.baden-wuerttemberg.de/…/aktuelle-corona-verordn…/
Die ab Montag geltenden Erleichterungen werden nur Bestand haben können, wenn wir alle weiterhin mit der notwendigen Sorgfalt agieren. Ziel bleibt es, die Anzahl der Neuinfektionen so zu steuern, dass eine Überlastung des Gesundheitssystems (wie sie aktuell immer noch in vielen anderen Regionen der Welt besteht) vermieden wird. Deswegen möchte ich Sie alle weiterhin bitten, die bestehenden Regeln einzuhalten und Sorgfalt im Umgang miteinander walten zu lassen. Das Land Baden-Württemberg empfiehlt in der Corona-Verordnung das Tragen nicht-medizinischer Alltagsmasken, die Mund und Nase bedecken, an allen Orten, an denen mit einer Einhaltung des Mindestabstands nicht gerechnet werden kann (etwa beim Einkauf oder im öffentlichen Personennahverkehr).
Ich möchte Ihnen allen abschließend für Ihr Verständnis und Ihre Ernsthaftigkeit im Umgang mit dieser für uns alle schwierigen Situation danken. Es ist uns allen zu verdanken, dass wir nunmehr wieder einen Schritt in Richtung einer Lebensnormalität gehen können, auch wenn diese Normalität den Umständen geschuldet einen veränderte ist. Unterstützen Sie bitte unsere Einzelhändler/innen und Geschäftsleute, die auf Ihre Hilfe dringend angewiesen sind.
Bleiben Sie weiterhin gesund und munter und passen Sie auf sich, Ihre Mitbürger/innen und Ihre Lieben auf.
Herzliche Grüße

Ihr René Pöltl

Oberbürgermeister Dr. Pöltl zur aktuellen Situation in Schwetzingen und mit einem Appell zum Osterfest (7.4.2020)

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
es ist schon ein paar Tage her, dass ich mich zuletzt auf diesem Weg bei Ihnen gemeldet habe. Gerne möchte ich es so wenige Tage vor Ostern hiermit noch einmal tun.
Es ist jetzt 16 Tage her, dass für uns alle in Baden-Württemberg und in Schwetzingen ein strenges Kontaktverbot gilt. Und bereits seit 22 Tagen sind die Kindergärten und Schulen geschlossen. Lange sind auch bereits die meisten Geschäfte und die Gaststätten geschlossen.

Es gibt keinen Zweifel - das sind harte Einschnitte in die Grundlagen unseres Lebens, die uns allen viel abfordern. Das gilt gleichermaßen für die Familien und das Privatleben wie für uns als Arbeitnehmer oder Betriebs- und Geschäftsinhaber. Zugleich gibt es in diesen Tagen viele Menschen, die in ihren Berufen und im Ehrenamt außergewöhnliches leisten.
Unserer Gesellschaft wird gerade eine harte Probe abverlangt. Mit zunehmender Zeit kommen viele von uns an die Belastungsprobe und auch unsere Gemeinschaft und der Rechtsstaat sind herausgefordert. Umso mehr freut es mich, dass wir mit viel Disziplin und Engagement an unserem Ziel festhalten und anstreben, die Zahl der bekannten Corona-Neuerkrankungen signifikant einzubremsen.

So wie ich es wahrnehme, sind wir auf dem richtigen Weg: Wir haben die Zeit genutzt und konnten die Anzahl der Intensivbetten in Deutschland von 28.000 auf jetzt 40.000 anheben. Auch im Rhein-Neckar-Kreis und in der Region wurde die entsprechenden Verbesserungen umgesetzt. Im Vergleich zu vielen anderen Gebieten in der Welt sind wir immer noch in einer sehr guten Situation - zum Glück.

Aber noch wichtiger sind die aktuellen Zahlen (Stand 7.4.2020):
Schwetzingen: 48 Infizierte, 25 Gesundete, 1 Verstorbener,
RNK: 739 Infizierte, 379 Gesundete, 15 Verstorbene.

Dies bedeutet zum einen, dass wir in Schwetzingen erstmals mehr gesundete als erkrankte Personen haben (die Zahl der Erkrankten ist kumuliert). Zum anderen ist der Anstieg der bekannten Neuerkrankungen erkennbar zurückgegangen (in Schwetzingen und im RNK). Die Entwicklung ist linear und nicht exponentiell. Das noch nur eine Momentaufnahme, macht aber Hoffnung und motiviert für die kommenden Tage.
Der Blick auf die Zahlen macht aber auch deutlich, dass wir in den kommenden Tagen bis zum 19.4.2020 noch sehr diszipliniert bleiben müssen. Exakt 14 Tage nach dem ersten sonnigen Wochenende - als Schwetzingen noch voll mit Menschen im Schlossgarten, in der Innenstadt und auf dem Schlossplatz war - gingen die Zahlen der bekannten infizierten Menschen aus Schwetzingen deutlich nach oben. Der Zusammenhang war offensichtlich. Jetzt sieht es durch die in Kraft befindliche Kontaktsperre sehr viel besser aus.

Ich möchte Sie alle bitten, auch während der kommenden Tage über Ostern und bis zum 19.4.2020 das nach wie vor bestehende Kontaktverbot zu beachten und umzusetzen. Bleiben Sie im Kreis Ihrer engsten Familie und vermeiden Sie in der Öffentlichkeit Kontakte mit mehr als einer fremden Person. Halten Sie vor allem auch den empfohlenen Abstand von mindestens 1,5 Metern ein. Leider müssen wir vereinzelt beobachten, dass sich - vor allem auch jüngere - Menschen daran nicht halten. Die allermeisten von Ihnen verhalten sich aber mustergültig, was maßgeblich dazu beigetragen hat, dass sich die Entwicklung bei den Infektionen verbessert hat.

Sofern wir weiterhin eine Verbesserung bei der Infektionsentwicklung erreichen können, ist es denkbar, dass es nach dem 19.4.2020 wieder eine stufenweise Normalisierung von Teilbereichen unseres Lebens geben kann. Das ist sicher auch notwendig. Es ist aber vor allem unser aller Ziel. Wann genau es Änderungen geben kann und wie sie im Detail aussehen werden, ist noch nicht bekannt.
Bitte wirken Sie alle mit, dass wir dieses Ziel erreichen können. Polizei und Ordnungsamt werden weiter darauf achten, dass die Regeln und Vorgaben der geltenden Corona-Verordnung eingehalten werden.

Geben Sie auf sich, Ihre Mitbürger/innen und Ihre Lieben auf. Frohe Ostern an Sie alle, machen Sie das Beste aus diesen besonderen Tagen des Jahres 2020.
Herzliche Grüße

Ihr René Pöltl

Kontaktverbot bleibt noch bis mindestens 19. April bestehen - OB bittet weiterhin um Einhaltung der Maßnahmen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

gerne möchte ich Sie weiterhin über aktuelle Entwicklungen rund um das Corona-Virus informieren.
Am 1. April haben sich Bund und alle 16 Länder darauf verständigt, das seit 23.3.2020 in Kraft befindliche Kontaktverbot bis zumindest zum 19.4.2020 weiter gelten zu lassen. Damit werden diese Einschränkungen auch über den Zeitraum der Osterferien bestehen bleiben. Die Corona-Verordnung des Landes in der seit 29.3.2020 geltenden Fassung muss dazu nicht geändert werden. Sie gilt in vollem Umfang (Kita- und Schulschließungen, Kontakt- und Versammlungsverbote, Geschäftsschließungen) fort.

Die aktuellen Informationen der Landesregierung zur weiteren Geltung der Kontaktbeschränkungen finden Sie hier:
https://stm.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/meldung/pid/es-gibt-keinen-grund-zur-entwarnung/

Ich möchte mich bei Ihnen allen bedanken, dass Sie sich ganz überwiegend an die bestehenden Regeln halten und die dafür notwendige Ruhe und Gelassenheit behalten. Mir ist klar, dass das nicht immer einfach ist und der notwendige Rückzug in das Privatleben in Wohnung / im Haus auch sehr herausfordernd sein kann.
Sehr bedanken möchte ich mich bei allen Mitbürger/innen, die sich derzeit für andere Menschen, die Hilfe benötigen, engagieren. Das gilt gleichermaßen für alle Berufstätigen in systemrelevanten Bereichen wie der Gesundheitspflege, der Altenpflege und -betreuung, der Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste, der Seelsorge, dem Lebensmittelhandel, den Liefer- und Bringdiensten aller Art etc. wie für alle Ehrenamtlichen. Was hier passiert, konnte niemand so erwarten und verdient allergrößten Respekt und Anerkennung. Es ist schön und macht stolz, in einer Stadt leben zu können, die sich ihrer Gemeinschaft besinnt, wenn es darauf ankommt.

Meine Gedanken sind bei allen Menschen, die erkranken, in Quarantäne sind oder als Familienmitglieder betroffen sind, weil einer ihrer Lieben erkrankt ist. Leider ist inzwischen unser erster Mitbürger an den Folgen der Viruserkrankung verstorben, seinen Angehörigen gehört unser aller Mitgefühl. Ich hoffe sehr, dass möglichst viele Menschen unserer Stadt die Infektion mit dem Corona-Virus möglichst gut und rasch überstehen werden.
Meine Solidarität gilt auch den vielen Geschäftsleuten, Betrieben, Selbstständigen und Kulturschaffenden, die von den aktuellen Schutzmaßnahmen sehr betroffen und in ihrer Existent bedroht sind. Ich hoffe sehr, dass sie alle diese wirtschaftlich schweren Zeiten überstehen werden - sie brauchen dazu unser aller Hilfe und Unterstützung. Schwetzingen soll auch nach dieser Krise die vielfältige Stadt bleiben, die sie immer war, wie wir sie schätzen und genießen.
Ich hoffe sehr, dass die aktuellen Maßnahmen und Restriktionen bald erfolgreich sein werden, so dass wir zumindest in Teilen wieder schrittweise zu einem normalen Leben zurückkehren können. Erst wenn man die besondere Freiheit unserer Gesllschaft (zeitweise) verliert, vermag man ihren Wert richtig zu erfassen, noch dazu in einer so lebenswerten und weltoffenen Stadt wie Schwetzingen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und vor allem viel Gesundheit. Passen wie weiterhin auf sich, Ihre Mitbürger/innen und Ihre Lieben auf.
Herzliche Grüße

Ihr René Pöltl

Videoansprache von Oberbürgermeister Dr. René Pöltl

Oberbürgermeister René Pöltl berichtet in seiner Videobotschaft zur aktuellen ernsten Lage in Schwetzingen und der Region und bittet die Bevölkerung eindringlich um verantwortungsvolles Verhalten.

Oberbürgermeister Dr. René Pöltl zur Corona Krise

Oberbürgermeister Dr. René Pöltl zur aktuellen Situation zur Lage in Schwetzingen:  "Wir haben es in der Hand. Bleiben Sie  aufmerksam und achtsam. Unterstützen Sie unsere lokalen Betriebe".