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Ella, Henry und Noah waren 2020 die beliebtesten Vornamen

Standesamtsstatistik für 2020: Erneutes Plus an Geburten mit 856 Beurkundungen

Beim Blick auf die Standesamtsstatistik für 2020 sticht – wie schon in den Vorjahren - eine Zahl besonders heraus: Die Geburtenzahl. In Schwetzingen wurden im vergangenen Jahr 856 Geburten (2019 waren es 831 Geburten) beurkundet. Das ist nach dem bisherigen Höchststand von 1991 mit damals 910 Geburten ein neuer Rekord. In absoluten Zahlen ausgedrückt heißt das: 856 Geburten (445 Jungen (52 %), 411 Mädchen (48 %)) wurden 2020 beim Standesamt Schwetzingen beurkundet. Allerdings wohnten nur bei 12 Prozent der Geburten die Mütter auch in Schwetzingen. Die hohe Zahl der Geburten ist damit zu 88 Prozent Geburten aus dem Umland geschuldet. Die meisten Kinder kamen ehelich zur Welt. Der Anteil der Mütter, die bei Geburt nicht verheiratet waren, liegt bei 24 Prozent.

Bei den Vornamen gibt es wieder zwei neue Spitzenreiter

Im Jahr 2020 stießen Ella und bei den Jungs Henry und Noah die Vorjahresspitzenreiter Lina und Finn vom Thron der beliebtesten Vornamen. Bei den Mädchen waren die häufigsten Namen demnach Ella (14), Mila (10), Lea, Leonie und Lina (je 8), Emma, Mia, Sophia und Sophie (je 6). Bei den Jungen belegen die ersten Plätze Henry und Noah (je 10), Felix, Jonas und Samuel (je 8), Jakob, Liam, Luis und Paul (je 7). Der Vorjahresspitzenreiter Finn landete diesmal auf Rang 16. Lina schaffte es immerhin noch auf Rang 5.
496 der Kinder bekam bei Geburt nur einen Vornamen. 316 Kinder wurden zwei, immerhin 35 noch drei oder mehr Vornamen ins Stammbuch eingetragen. Beliebteste zweite Vornamen bei den Mädchen waren wie schon 2018 und 2019 Sophie und Marie, bei den Jungen Philipp und Alexander.
Die Zahl der Kirchenaustritte war 2020 mit 125 leicht rückläufig (2019: 222).

Die Zahl der Eheschließungen ging Corona-bedingt zurück

Kaum ein Bereich war von der Corona-Pandemie so geprägt, wie derjenige der Eheschließungen. Das Standesamt verzeichnete etliche Termin Stornierungen, Umbuchungen und Neu-Reservierungen. Viele Paare verschoben ihren Trautermin gleich auf 2021, so dass es Stand Januar bereits 57 verbindliche Vorreservierungen auf Trautermine gibt. Trotz aller Unwägbarkeiten und Unsicherheiten wurde 220 in Schwetzingen 110 Mal (2019: 141 Mal) der Bund der Ehe geschlossen. Mit 17 Trauungen war diesmal der August der beliebteste Traumonat, am unbeliebtesten waren der Januar und März mit je drei Trauungen. Der beliebteste Tag für die standesamtliche Trauung ist und bleibt der Freitag mit 65 Trauungen. Aber auch die Samstagstrauungen im Trausaal (23) und in der Schlosskapelle (16) sind bei den Heiratswilligen beliebt.  
Wie immer zog es auch auswärtige Paare zur Hochzeit nach Schwetzingen: 2020 waren dies 31 Paare. Die Paare kamen vorwiegend aus der näheren Umgebung aber auch von weiter her wie etwa aus Stuttgart. Fast genauso viele Schwetzinger Paare (33) wählten jedoch einen anderen Ort außerhalb Schwetzingens für ihren „schönsten Tag im Leben“. Eher traditionell sind die Schwetzinger Paare bei der Wahl des Nachnamens. Für einen gemeinsamen Ehenamen entschieden sich 79 Prozent der Paare (hiervon wiederum 89 Prozent für den Namen des Mannes, 15 Prozent davon für einen Doppelnamen, immerhin 11 Prozent nahmen den Namen der Frau als Ehenamen an). 23 Paare behielten die getrennte Namensführung bei.
Der älteste Bräutigam war bei Eheschließung übrigens 72, die älteste Braut 62 Jahre alt.